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Institut für Wirtschaftsinformatik/Leibniz Universität Hannover
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SIDDATA

Ansprechpartner

Claudia M. König
Nadine Guhr

BMBF-Projekt SIDDATA

„Studienindividualisierung durch digitale, datengestützte Assistenten“ (2018 — 2022)

Die Vielfalt der Studiengänge und das Lernen durch digitale Medien begünstigen den weltweit zu beobachtenden Trend der Individualisierung. Der Bologna-Reformprozess protegiert die Vielfältigkeit durch stets spezialisierter werdende Studienangebote mit der Folge, dass das Leistungsspektrum kaum zu überblickende Möglichkeiten bietet. Dazu kommt, dass sich ein großes Angebot an individuellen Studien- und Lernangeboten frei zugänglich im Internet befindet. Die große Anzahl der Open Educational Resources (OER), die qualitativ hochwertige Materialien kostenlos im Internet bereithält, steigt stetig, zu dem an sich schon bestehenden intrauniversitären Angebot. Die Chancen, sich zielorientiert durch ein Studium zu navigieren, werden diffiziler. Dieses „Studien-Labyrinth“ erfordert Kompetenzen zum eigenaktiven Studieren und zur Selbstregulation, d.h. eigene Ziele zu setzen und zu realisieren, stehen im Mittelpunkt. Damit die eigenen Ziele nachhaltig greifen, ist das Self-Monitoring, das auf unterschiedlichen Ebenen stattfindet, entscheidend: Auf der Mikroebene (z.B. Rezipieren eines Fachtextes) über die Mesoebene (z.B. Zeitmanagement innerhalb einer Lehrveranstaltung) bis hin zur Makroebene (z.B. Organisation des Studiums allgemein). Damit wächst die Herausforderung, institutionelle und technische Anpassungen zu schaffen und Lehrende mit diesem großen Ressourcenpool vertraut zu machen. Studierende erhalten u.a. durch die Lehrenden die Chance, individuell passende Lehrmaterialien selbst auszuwählen und zusammenzustellen, neben den vielfältigen intrauniversitären Studienangeboten.

Ein individualisierter und datengestützer Studienassistent, der diese Kompetenzen unterstützt, entwickelt und fördert und damit zum Studienerfolg zielorientiert beiträgt, ist das geplante Resultat des Projekts. 

SIDDATA Forschung:

SIDDATA ist ein Verbundprojekt mit Beteiligung der Universitäten Osnabrück und Bremen und der HIS-HE Hannover. Gemeinsam fokussieren wir folgende Ziele:

Wir wollen den Qualitätsgewinn im Studium durch die Förderung einer Individualisierung von Studienverläufen steigern, auf Grundlage der Realisierung eigener Ziele der Studierenden. Ferner soll sich durch die bessere Nutzung interner und externer Ressourcen die Effizienz erhöhen. Wir erwarten einen daraus resultierenden Effekt: wichtige und typische Ursachen eines Studienabbruchs hinsichtlich des Aufwands zur Erreichung individueller Ziele zu verringern. Durch die bessere Nutzung der Ressourcen kann mehr Flexibilität entstehen, wenn weitgehend orts- und zeitunabhängige E-Learning Angebote in die Studienplanung integriert werden. 

Die Neuentwicklung dieses individualisierten, digitalen und datengestützten Studienassistenten fordert eine interdisziplinäre Forschung. Wir beschäftigen uns am IWI mit diesen Forschungsfragen:

Wie kann eine hohe tatsächliche Nutzung erreicht werden?

Dazu werden diverse Befragungen unterschiedlicher Zielgruppen durchgeführt und in qualitativen und quantitativen Verfahren evaluiert. Aufbauend auf diesen Ergebnissen, wird in verschiedenen Phasen der Nutzung, die Akzeptanz des Prototyps quantitativ erhoben.

Wie können intraorganisationale Daten verfügbar und zugänglich gemacht werden?

 Es sollen einheitliche Anforderungen und Standards für den Zugriff auf Daten etabliert werden. Wir werden untersuchen, mit welchen Analyse- und Auswertungsverfahren Daten aus CMS und LMS verarbeitet   werden können.

Wie können Lehrangebote und interorganisationale Daten ausgetauscht werden?
Wir entwickeln auf Grundlage der evaluierten Daten ein Nutzungsmodell, das Anreize für alle beteiligten Hochschuleinrichtungen liefert, SIDDATA langfristig zu nutzen.

Welche technischen Rahmenbedingungen sind für die Integration von Daten verschiedener Systeme notwendig?
Untersucht wird, wie Schnittstellen zu Learning Management Systemen und Content Management Systemen so implementiert werden können, dass sie langfristig pflegbar bleiben und auf andere Standorte bzw. andere Systeme übertragen werden können.