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MKWI – RFID 2010: Konferenz RFID, NFC, Ad Hoc Netze und Web 2.0

Konferenz RFID, NFC, Ad Hoc Netze und Web 2.0: Logistik, mobile Informationsverarbeitung und neue Wertschöpfungsnetzwerke als Teilkonferenz der Multikonferenz Wirtschaftsinformatik 2010

Historie

Eine Teilkonferenz „RFID (Radio Frequency Identification), NFC (Near Field Communication), AHN (Ad Hoc Netze) und Web 2.0: Logistik, mobile Informationsverarbeitung und neue Wertschöpfungsnetzwerke“ ist in dieser Form neu auf der MKWI, da die Thematik traditionell fragmentiert in Teilkonferenzen zu „Mobilen Informationssystemen“, zu „Operations Research“, zu „Logistikinformationssystemen“ u. a. adressiert wurde, vgl. auch die MKWI 2008, München, MKWI 2006, Passau usw. Die stark steigende Bedeutung von RFID, NFC und AHN macht jedoch eine eigene Teilkonferenz sinnvoll, in der diese Thematik übergreifend, interdisziplinär und vor allem auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht behandelt wird.

Leitung der Teilkonferenz

Prof. Dr. Michael H. Breitner, Universität Hannover (Koordinator)

Dr. Paul Hofmann, SAP Labs, Palo Alto

Dr. Werner Knop, deister electronic GmbH, Barsinghausen

Prof. Dr. Franz Lehner, Universität Passau

Dr. Jens Strüker, Universität Freiburg

Dr. Frederic Thiesse, Universität St. Gallen

Dr. Holger Ziekow, HU Berlin

Inhalt/Themengebiet

RFID, NFC und AHN ermöglichen spontane, i. d. R. kurzzeitige Kommunikation über geringe Entfernungen von einigen Millimetern bis zu max. 100 oder 200 Metern. Bei RFID und NFC werden dabei Transponder durch ein elektromagnetisches Feld von außen mit Strom versorgt (induktiv passiv) oder erweckt (aktiv mit eingebautem Akku oder Batterie). Dabei sind heute in den Transpondern teils mehrmaliges Schreiben und Lesen sowie eine komplexe Datenverarbeitung und Datenspeicherung möglich. AHN ermöglichen die automatische Verbindung „gleichberechtigter“ Geräte, z. B. über Bluetooth oder Zigbee, wobei der Übergang zwischen AHN und RFID/NFC mit aktiven Transpondern fließend ist. In Transpondern und mobilen Geräten werden immer mehr Sensoren eingesetzt, die völlig neue Anwendungen und Prozesse ermöglichen, z. B. GPS-Sensoren, Temperatursensoren, Drucksensoren, 3D-Lagesensoren, Beleuchtungssensoren, Radioaktivitätssensoren oder elektromagnetische Sensoren.

RFID, NFC und AHN ermöglichen heute revolutionäre mobile Prozesse und vielfältige Anwendungen. Klassische, weitverbreitete Anwendungen sind Waren-/Personenerkennung und Waren-/Personenverfolgung. U. a. werden zukünftig Gesundheitskarten, Personalausweise und Pässe teils mit Transpondern versehen sein. Zusammen mit dem Einsatz von Wikis, Microblogging und Blogs in Unternehmen erweitern sich die Möglichkeiten der Informationssammlung und -verarbeitung erheblich. In der Warenlogistik können Waren und deren Teilprodukte in ihrem Lebenszyklus verfolgt (Lesen eines Transponders) und zusätzlich anfallende Informationen immer wieder hinzugefügt werden (Schreiben eines Transponders). Schreiben und Lesen sind oft automatisch, berührungslos und unbemerkt möglich: Die verwendete Hard- und Software wird dabei schnell billiger, u. a. durch Masseneinsatz und Standardisierung, so dass sich immer mehr Prozesse wirtschaftlich durch RFID, NFC und AHN unterstützen lassen. Insbesondere die Zusammenarbeit in dynamischen, anreizbasierten Wertschöpfungsnetzen kann hiervon profitieren, da die flexible unternehmens-übergreifende Prozessintegration noch große Effizienzsteigerungspotentiale birgt. So können z. B. logistische Prozesse in den Organisationen entlang einer Lieferkette automatisiert, umfassend überwacht sowie Entscheidungen besser unterstützt werden als bisher.

Moderne mobile Endgeräte wie das iPhone3G oder das G1 Android werden dabei in naher Zukunft zu millionenfach verbreiteten Schreib-/Lesegeräten für RFID, NFC und AHN für Un-ternehmen, staatliche und nichtstaatliche Organisationen und auch für Privatpersonen. „Privacy“- und Datenschutzprobleme durch RFID, NFC und AHN sind schon heute sehr ernst zu nehmen! Die Veranstalter ermutigen gleichermaßen Einreichungen aus der Praxis („best cases“, „lessons learned“, „success stories“, „state of the art“, Fallstudien usw., insbes. auch über Implementierung und Organisation, Betrieb und Weiterentwicklung von RFID-, NFC- und AHN-Systemen) wie aus der Forschung (Analysen und Studien, Konzepte, Vorgehens- und Referenzmodelle, futurologische und soziologische Betrachtungen, Technologiefolgenabschätzungen, Orwell 1984 Szenarioanalysen usw.). Generell wird aber darum gebeten nicht nur Probleme und Risiken zu beschreiben, sondern konstruktiv auch Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen vorzustellen.

Mögliche Themen für Beiträge:

  • Vorgehens- und Referenzmodelle, z. B. zur Auswahl, Einführung oder Wartung und Pflege von RFID-, NFC- und AHN-Anwendungen und -Systemen, auch mit neuen Smartphones wie dem iPhone3G und G1 Android, sowie zugehörige Anreizsysteme
  • Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeit für RFID-, NFC- und AHN-Anwendungen, -Systeme und -Services
  • Nutzerakzeptanzanalysen und -probleme von RFID-, NFC- und AHN-Anwendungen sowie allgemein deren interdisziplinäre Kosten/Nutzen-, Chancen/-Risiken- und Stärken/Schwächen-Analysen, insbes. auch in unternehmensübergreifenden Informationssystemen und deren spezifische Kooperations- und Koordinationsprobleme
  • Integration von neuen RFID-, NFC- und AHN-Anwendungen in unternehmensinterne und unternehmensübergreifende ERP- und CRM-Systeme und -Prozesse, z. B. für SAP ERP 6.0, sowie BPM, BPO und allgemein Outtasking/Outsourcing
  • Praxisberichte und -analysen über RFID-, NFC- und AHN-Anwendungen („best cases“, „lessons learned“, „success stories“, „state of the art“, Fallstudien, Prozessmodelle usw.), z. B. in den Bereichen:
  • Warenlogistik (u. a. Ersetzen des Barcodes) und Informationslogistik (lebenslange AutoID von Produkten und Teilprodukten sowie EPCglobal Netzwerk)
  • Personenerkennung, -identifikation, -erfassung und -verfolgung (u. a. Ausweise und Pässe, Gesundheitskarte, EC-, Kredit- und Paybackkarte, in vivo Transponder, elektronische Fußfesseln usw.)
  • Kollaboratives Arbeiten, Spielen und Lernen, auch Buddy Finder, AHN im Autoverkehr, Web 2.0/2.5/3.0 Anwendungen o. ä.
  • Lückenlose Kontrolle von Waren, Personen und Prozessen, auch mit integrierten Sensoren aller Art
  • Bewältigung von Krisen- und Katastrophenszenarien sowie militärische und geheimdienstliche Anwendungen
  • Informationsleitsysteme in Unternehmen und Behörden (z. B. Schulen und Hochschulen) sowie Anwendungen in der Touristik (Stadtführer, Museumsführer usw.) und
  • Orwell 1984 und Panopticon Szenarios, „Privacy“-Verlust sowie mögliche Gegen- und Schutzmaßnahmen in Form von Produkten und Dienstleistungen wie z. B. der „4P (permanent privacy protection process)“
  • Internationale Standardisierung von RFID-, NFC- und AHN-Anwendungen und zugehörige Anreizsysteme, z. B. für IT-Architekturen, für Protokolle und für Middleware sowie Mehrfach- und Wiederverwendbarkeit, insbes. auch für ERP-, SCM- und CRM-Systeme
  • Analytische Modelle und Simulationstools z. B. zur Nutzen-Messung und Wirtschaftlichkeitsanalyse sowie Verfahren zur strukturierten Analyse verteilter Lieferkettendaten.
  • Beiträge mit anderen, hier nicht aufgeführten Themen, die ebenfalls einen klaren Bezug zum Rahmenthema aufweisen, sind ebenfalls willkommen.

Einreichungsrichtlinien

->Call for Papers zum Download

Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache verfasst werden und sollen exakt der Formatvorlage entsprechen. Dabei soll eine Länge von 12 Seiten (Vollversion) nicht überschritten werden.

Sämtliche Beiträge werden durch ein Programmkomitee mindestens 2-fach-blind begutachtet. Die Autoren werden gebeten, ihre Beiträge zu anonymisieren, indem Namen, Anschrift etc. auf dem Deckblatt weggelassen werden und die Metadaten in den Word- bzw. den PDF- Dokumenten gelöscht werden.

Die Formatvorlage steht unter www.mkwi2010.de zum Download zur Verfügung.

Die Einreichung kann nur für einen Track bzw. eine Teilkonferenz erfolgen. Die Autoren werden gebeten, ihre Beiträge online über das ConfTool unter www.mkwi2010.de einzureichen.

Wichtige Termine

20.09.2009: Annahmeschluß für die Einreichung von Beiträgen über das ConfTool

02.11.2009: Benachrichtigung der Autorinnen und Autoren über die Annahme

20.11.2009: Einreichung der druckfertigen Beiträge und Kurzbeiträge

23.-25.02.2010: Tagung MKWI 2010

Programmkomitee

Prof. Dr. Elgar Fleisch, Universität St. Gallen

Prof. Oliver Günther, Ph.D., HU Berlin

Prof. Dr. Günter Müller, Universität Freiburg

Dr. Volker Schäffer, Seeburger AG, Bretten

Dr. Orestis Terzidis, SAP Research Center, Karlsruhe

Dr. Günter Wohlers, nisss GmbH Hannover und München, (Assistenz des Koordinators)

und alle 7 Mitglieder des Organisationskomitees

Veröffentlichung

Die akzeptierten Beiträge werden als Kurzbeitrag (2 Seiten) im Tagungsband, der im Universitätsverlag Göttingen erscheint, abgedruckt und in der Vollversion auf der CD des Tagungsbandes gespeichert. Darüber hinaus sind die Vollversionen der Beiträge auf dem wissenschaftlichen Publikationssystem (Repository) der Göttinger Staats- und Universitätsbibliothek online verfügbar und in die Literaturnachweissysteme eingebunden. Die Aufnahme eines akzeptierten Beitrags in den Tagungsband und das Repository setzt voraus, dass sich mindestens eine Autorin oder ein Autor zur Tagung angemeldet und den Konferenzbeitrag eingereicht hat.